Wenn Träume fliegen lernen
- Wo wären wir heute, wenn uns die Fähigkeit des Träumens fehlen würde?
Ein Traum in der Nacht ist morgens meist schnell vergessen, ein Traum
des Tages blüht oft ein Leben lang.
Alltägliche
Dinge des Lebens waren einst Visionen, die nicht selten von anderen
herabgewürdigt und belächelt wurden. Manche haben sich dadurch von
ihrem Weg abbringen lassen, andere schritten trotz vieler Hürden
unbeirrt ihrem Ziel entgegen - mit Erfolg.
Vor vielen Jahren träumte auch ich meinen persönlichen Traum - ich
wollte ein Buch schreiben. Wie bereits den vielen ungezählten Träumern
vor mir geschehen, wurde auch ich belächelt. Obwohl es viele Jahre -
fast zwei Jahrzehnte - dauern sollte, hielt ich an meinem Traum fest -
mit Erfolg.
In
meiner Schatzkammer befinden sich inzwischen viele Kurzgeschichten, von
denen bereits vier in mehreren Anthologien veröffentlicht wurden.
Der erste Roman erschien im Sommer 2005, fast ein Jahr später, im Herbst 2006, folgte mein zweites Buch.
Seit März 2008 kamen auch drei Theaterscripte hinzu.
Auch abseits des Schreibtischs erntete ich mehr Erfolg als jemals
erhofft. So zähle ich zu den Gründungsmitgliedern eines Autorenvereins,
dem ich im ersten Jahr des Bestehens als Schatzmeister auch im Vorstand
angehörte. Aus persönlichen Gründen beendete ich die Mitgliedschaft
nach einem Jahr.
Dem Zeitungsbericht einer großen regionalen Tageszeitung folgte die
Einladung zu einem Radio-Interview eines öffentlich-rechtlichen Senders.
Die
Aufnahme meines ersten Werkes in die Empfehlungs-Liste einer
Organisation, die sich auf den thematischen Inhalt spezialisiert, zählt
ebenso zu den Erfolgen wie die immer häufiger werdenden Mails und
Briefe einiger Leser, die neben lobenden Worten auch konstruktive
Kritik nicht vermissen lassen. Manchmal erreichen mich auch Wünsche und
Anregungen für weitere Geschichten. Selbst die Fortsetzung des ersten
Romans wurde mehrfach angeregt.
Seit dem Sommer 2007
lebe ich nun einen weiteren Traum. Viele Jahre habe ich gezögert, ehe
ich als Laienschauspieler durch das Brennpunkt-Theater e.V. aus
Villingen, für den ich inzwischen als Schriftführer auch dem Vorstand
angehöre, eher zufällig mein Comeback auf der Theaterbühne feiern
durfte. Ebenso wie einige andere Teilnehmer verkörperte ich bei der
ersten Aufführung gleich mehrere kleinere Rollen.
Wenige Tage nach
der Uraufführung erreichte mich ein Angebot der Hermann-Moser-Bühne aus
Bad Dürrheim. Für das Herbststück, eine turbulente
Verwechslungskomödie, suchte man noch einen männlichen Hauptdarsteller.
Es war außerdem geplant, mich in einen Ein-Akter einzubauen, jedoch
sind den Worten nie Taten gefolgt.
Obwohl ich nicht zu dem Kreis
dazu gehörte, sprang ich im Herbst 2007 kurzfristig als
Gastschauspieler beim Theater-Projekt der MoAs - der Menschen ohne
Arbeit (Diakonie Villlingen) - ein und blieb bis zum Projektende mit
dabei.
Es
folgten weitere Rollen bei der Hermann-Moser-Bühne und ein
Gastspielauftritt mit einer Hauptrolle beim Sommertheater 2008, das von
der renommierten Villinger Bühne "Theater am Turm" veranstaltet wurde.
Im Frühjahr 2009 feierte ich mit der Uraufführung der Komödie "Opa
lässt das Mausen nicht" durch die HMB mein Debüt als Bühnenautor. Seit
September des gleichen Jahres ist das Stück beim Plausus Theaterverlag
erhältlich.
Leider kam es im Herbst 2009 durch den Leiter der Hermann-Moser-Bühne
zu einem bewusst provozierten Eklat. Da dies während meiner
zweijährigen Zugehörigkeit nicht das erste Fehlverhalten war, habe ich
die Gruppe kurzfristig verlassen.
Getreu einem Sprichwort, wonach sich eine neue Tür öffnet, wenn sich
eine andere schließt, plane ich bereits ein anderes Theaterprojekt. Ob
es sich über die Planungsphase hinaus entwickelt oder auf diesem Stand
bleiben wird, ist die Herausforderung, der ich mich stelle.
Und dann ist da noch "
MAG!
Das Kulturmagazin". Nach fast drei Jahren loser Planung fanden sich im
Frühjahr 2009 unerwartet Interessenten, die mit mir zusammen das
Online-Magazin ins Leben riefen. Mit
MAG! werden endlich die Künstler angesprochen, die für die großen Zeitschriften und Magazine uninteressant sind.
Wie Sie sehen, lohnt es sich immer an seinen Träumen festzuhalten.
Meinen Träumen sind Flügel gewachsen - und nun fliegen sie höher und
höher...
Auch Ihren Träumen wünsche ich Flügel, die Sie ans Ziel tragen.
Es grüßt Sie herzlichst ihr
Christian Noel Marin